Mittwoch, 23. August 2017

Der Spruch des Tages (172)


© Max: Papageiengeschichten (Bild)

Montag, 14. August 2017

Was wir so machen

Hey, Leute, ich lebe noch. Guckt:


Ja, ich weiß, es ist viel Zeit vergangen. Niemand hat was von mir gehört und die Fortsetzung der New-York-Reportage wartet noch auf Veröffentlichung.

Wenn ihr wüsstet, was bei uns los ist. Ich muss dauernd neben der Putze sitzen. Im Arbeitszimmer. Neben dem PC, wo die Putze dran herumdaddelt. Entweder auf dem Kletterbaum sitze ich oder auf der Schaukel. Das wenigstens darf ich mir aussuchen. Sonst habe ich nichts zu melden. Die Mia auch nicht. Über die Gründe kann ich nicht reden. Nur so viel: Die Putze hat gesagt, Schluss mit Smartphone, DVD-Abend und den Bestellungen bei Ebay. Das täte sich nicht gehören für Amazonen. Wir sollten mal wieder runterkommen auf das Niveau, das die Natur für uns festgelegt hat. 

Häh? Was fürn Niveau? Meine Krallen passen exakt auf den Touch-Monitor vom I-Phone. Wovon redet die Else?

Aber - natürlich - die Putze hat sich durchgesetzt. Also mussten wir gehorchen und uns neben den PC setzen. Das sei arttypisch für Amazonen, heißt es. Aha, rumsitzen und nichts tun. Was fürn Scheißleben. Glaubt mir, ich bin heilfroh, wenn diese dämliche Back-to-the-roots-Phase vorüber ist. Es kann sich ja nur noch um Monate handeln.

Hier könnt ihr euch davon überzeugen, was ich durchmache. Es folgen die Fotobeweise.

Erst hatte ich ja noch gedacht, das Ganze wäre nach 'ner Viertelstunde vorüber. Entsprechend freundlich sah meine Gesichtsmuskulatur noch aus:


Dann aber fing die Else an, mir aus ihrer Kindheit zu erzählen. Surfte auf Blumenseiten im Internet und laberte gleichzeitig von gestopften Strümpfen unter dem Schulpult, von Schiefertafeln und Kaisers Geburtstag, wo man seine weiße Schüze nicht dreckig machen durfte. Als täte mich das interessieren (Ohren auf Durchzug):


Als sie auch noch anfing zu singen (Meister Jaacob, Meister Jaacob, schläfst du schooon?), bin ich eine Etage höher abgehauen. Das war ja nicht zum Aushalten:


Die ist merkbefreit, die Alte. Da muss ich wohl strenger gucken:


Boah, immer noch nicht. Putze, HÖR AUF!


Dabei wird einem ganz schwindelig.

Themenwechsel. Was macht eigentlich die Mia?


Die Mia sitzt auf der Schaukel und schreddert. Das Foto ist ja viel zu dunkel. Wenn du nicht mit der teuren Digicam umgehen kannst, Putze, nimm die kleine. Und schalte den Blitz ein:
 


Ah, gut, wenigstens das.

Jetzt zurück zu mir. Ich kann ja auch mal was schreddern:


MACH DAS BLITZLICHT AN, PUTZE!


Na endlich, jetzt bin ich wieder hell. Weiber und Technik ...

Ich bin umgezogen auf die zweite Schaukel. Aber immer nur geradeaus hocken? Mal 'n bisschen Abwechslung reinbringen und die Position wechseln:


Boah ist das langweilig. Da schnarcht man direkt weg:


Jetzt probier ich's mal mit klettern:


Wir wohnen auf der Etage. Sieht man das?


Hm, wer geht denn da lang? Draußen ist der Bär los, aber ich muss hier drinnen versauern. Voll fies.

Wenigstens lachen will ich mal. Mach mir das mal nach, Putze. Los, die Gräten auseinander und schön in den Gelenken federn. Hi hi hi:


Ja, gern, auch das. Mein Schwanz ist schließlich sehenswert:


Noch immer nicht Feierabend? Mönsch, das zieht sich. 

Jetzt das Ganze mal mit Dame. Links die Mia, rechts ich. Erst von vorn: 


... dann von hinten:


Immer noch nicht gut? Okay, dann Äktschen:


Synchron-Ballett:


Und ... juchhuuuu:


Man mag ja lachen über unsere kurzen Beine, aber damit kommt man ruckzuck wieder hoch. Sehr ihr?


Noch mal meinen phantastischen Schwanz bewundern, ihr Weicheier?


Aber jetzt ist genug. Ich setz mich wieder hin. Allein. Neben die Putze. Sie benötigt intensive mimische Bearbeitung:


Boah, ist die zäh. Gleich glubschen wir die Augen raus. Und immer noch nicht dürfen wir gehen?


Na schön, dann eben nicht. Gute Nacht.

LICHT AUS!


Ich melde mich wieder, wenn ich an den PC darf. Bis dahin schöne Grüße, ihr alle. Bis bald.

P.S. Danke an Roosevelt und Otis für das heimliche Einstellen dieses Leidenberichts über ihren Account. Und ja, ja, die 200 Euro dafür lege ich euch aufs rote Kissen mit 'ner Kerze oben drauf. Auch das. Wie ihr wollt. Ihr könnt euch auf mich verlassen (ihr Arschnudeln). 

© Max: Papageiengeschichten

Dienstag, 27. Juni 2017

Morgen komme ich in den Knast

... hat die Putze gesagt.

Morgen werde ich nämlich 14. Da ist man ein gesetzlicher Krimineller. Strafmündlich heißt das.

Ich seh das aber ganz gelassen. Schlimmer als der Hausarrest hier daheim unter der Fuchtel von der Else und der Mia kann es nicht werden. Auch mit 14 nicht.

Ich schaue lieber zurück, mache Rückschau mit meinem Leben, denn wenn man Geburtstag hat, muss man auch mal Bilanz ziehen. 

Früher war alles ganz anders, da war ich klein. 

Da habe ich noch regelmäßig in der Badewanne geduscht am Samstag vorm Fernsehgucken:


Das war allerdings auch nötig, weil ich damals noch nicht manierlich essen konnte:


Dafür habe ich der Mia (rechts) immer mein Holzspielzeug abgegeben:


Und habe mit ihr albernes Fangen gespielt, dass einem ganz drömmelig wurde im Schädel:


Oder Wache gestanden, wenn sie verbotene Äpfel geschreddert hat. (Junge, Junge, was konnte die Putze brüllen):


Deshalb kam ich nur selten zu meinen eigenen Hobbys:


Guckt mal, wie jung ich damals noch aussah. Noch ganz grün hinter den Ohren, völlig ohne eigenen Willen und ohne Durchsetzungskraft:



Und jetzt, wo ich 14 Jahre alt werde?

Da sehe ich so aus:


Männlich und markant, weise, unerschütterlich und gezeichnet vom Erfolg. Sogar das Foto ist zu klein, dass ich ganz hineinpasse. 

Und soll ich euch mal was sagen?
Das Leben ist schön! 💚💚

©Max: Papageiengeschichten

Mittwoch, 21. Juni 2017

Der Spruch des Tages (171)


... und dazu Socken in den Sandalen! Barbarisch!

© Max: Papageiengeschichten (Bild)

Samstag, 17. Juni 2017

Der Spruch des Tages (170)


Ein Beitrag von der Gleichstellungsbeauftragten, Sektion Pflanzen, Pilze und Einzeller


© Max: Papageiengeschichten (Bild)